Kinderbilder im Netz


Vor Jahren war mal ein Foto von mir in der Zeitung. Ich inmitten von meinen vielen Pinguinen. Das Ganze hat damals meine Oma arrangiert, begeistert war ich nicht und gefragt wurde ich auch nicht, ob das Bild mich in meinen Persönlichkeitsrechten einschränkt

Kinderfotos im Netz - ja oder nein? Darüber streitet die Welt. Bloggerin Toyah Diebel hat das Projekt #deinkindauchnicht ins Leben gerufen und auch Oliver und Amira Pocher haben hierzu ein klares Statement mit ihrem Video gesetzt.

Die digitale Welt ist heute nicht mehr wegzudenken. Wir alle haben Accounts auf Facebook, Instagram und Co. - wir alle sind Teile dieser „neuen“ Welt - genauso wie unsere Kinder. Ich selbst bin privat auf vielen Social-Media-Kanälen unterwegs und mit vielen anderen Müttern vernetzt. Das Thema geht viral und die Diskussionen, ob man sein Kind im Netz zeigen sollte oder nicht, ist so heikel und komplex wie andere elterlichen Themen. Auf was man aber immer und immer wieder stößt, sind sehr viel Verständnis und Unverständnis. Was den einen um den Verstand bringt, ist für den anderen tolerabel. Es gibt diejenigen die ihre Kinder komplett aus dem Netz raushalten, diejenigen die ihre Kinder vollständig zeigen und dann noch die Eltern, deren Kinder teilweise durch Emojis ersetzt wurden. Ob und wie jeder seine Kinder im Netz zeigt, ist seine persönliche Einstellung und ich respektiere die Meinung jedes Einzelnen. Niemand sollte verurteilt werden, ob oder ob er sein Kind nicht im Netz zeigt. Wir alle lieben unsere Kinder und wollen alle nur das Beste für sie. Was für die eine Familie richtig ist, muss nicht für andere gelten. Ich möchte hier keine Diskussion beginnen, denn jeder muss für sich selbst entscheiden wie viel er von seinem Kind preis geben möchte und was nicht und das auch so respektieren.

Fakt ist, jeder sollte sich aber darüber ausreichend Gedanken machen, wie er was ins Netz stellt, sodass nicht die persönlichen Grenzen überschritten werden. Nacktbilder, peinliche Szenen, Wutanfälle, Töpfchentraining und Co. haben einfach nichts im Netz zu suchen. Punkt. Genauso sollten auch Bilder die Rückschlüsse auf Orte wie Schule, Kindergarten oder sogar das Wohnhaus nicht ins Netz gestellt werden.

Aber darf jetzt niemand mehr Familien, Kinder- oder Babyfotos posten? Doch. Kinder sind Teil unserer Gesellschaft und auch in der digitalen Welt präsent. Es kommt immer drauf an, in welcher Art und Weise ein Foto ins Netz gestellt wird. Lasst euch nicht verunsichern und hört auf euer Bauchgefühl. Hinterfragt jedes Bild kurz, bevor ihr es veröffentlicht. Lasst ältere Kinder bei der Auswahl eures Fotos mitbestimmen, die veröffentlich werden sollen. Ihr bringt dabei nicht nur den Umgang von Persönlichkeitsrechten euren Zwergen bei, sondern lebt ihnen auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit persönlichen Daten vor und schult gleichzeitig die Medienkompetenz eurer Kleinsten.

Von mir bekommt ihr heute ein paar Tricks wie man auch Fotos machen kann, ganz ohne Gesicht und zusätzlich die Anonymität der Kinder wahrt. Ein richtiger Bildausschnitt ist das A und O und ein Bild lebt nun mal nicht nur von Mimik und Gestik. Fotografiert von unten, von oben, geht in die Hocke oder klettert irgendwo drauf. Konzentriert euch auf die Bewegung eures Kindes und lasst es dabei ganz unbefangen spielen.



1. Der einfachste Weg um das Gesicht nicht zu zeigen, ist euer Kind von hinten zu fotografieren. Easy Peasy. Ich glaube das Bild spricht für sich.



2. Kinder oder Details im Hinter- oder Vordergrund. Fokussiert wird nur das, was vorne oder hinten steht. Wählt dazu einfach eine kleine Blende z. B. f/2.0 - f/2 8. Je kleiner die Blendenzahl, desto verschwommener wird der Hinter- oder Vordergrund. Hier habe ich auf das Reh fokussiert und den Kleinen extra unscharf abgebildet.


3. Details. Anhand von Füßen oder Händen kann kein Kind erkannt werden. Und gerade die kleinen Details der Kindheit sind doch so bedeutungsvoll.



4. Verdecken. Lasst euer Kind bei der Aufnahme die Kappe ins Gesicht ziehen, zur Seite schauen oder nach unten zu blicken. So versteckt ihr das Gesicht. Hier hat jemand die Zeit zum Schlafen auf der Schaukel ausgenutzt.

Es gibt noch so viele Möglichkeiten, wie z. B. gegen das Licht zu fotografieren, sodass nur das Motiv dunkel abgebildet wird und und und… :-)


Viele Grüße

Eure Melli



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